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Ferropolis - Die Stadt aus Eisen

Außergewöhnliche Konservierungsarbeiten für die Sicherheit der Popgruppe PUR in der Stadt aus Eisen

Ferropolis – Die Stadt aus Eisen – ist einer der größten Veranstaltungsstätten Deutschlands. Fortschreitende Korrosion gefährdet allerdings kommende Großveranstaltungen. Dank der Konservierungsarbeiten des Unternehmens ilako GmbH wird die Standsicherheit gewährleistet sein.

Die Bagger und Absetzer in dem einstigen Tagebau Ferropolis sind Zeitzeugen und Beispiele faszinierender Technik. Sie fallen jedoch zunehmender Korrosion zum Opfer. Diese Tatsache gefährdet in zweierlei Hinsicht Die Stadt aus Eisen: zum einen können Seile reißen oder Stahlträger so geschwächt werden, dass Baugruppen während einer großen Veranstaltung in die Zuschauertribüne fallen. Zum anderen ist die Gewährleistung von Sicherheitsstandards Grundvoraussetzung für weitere Fördermittel, die auch den Ausbau der Infrastruktur um Ferropolis betreffen. Das Unternehmen ilako GmbH ist auf Leistungen im Bereich Stahl- und Betonschutz spezialisieret und wird während der Wintermonate bis März 2004 die tragenden Konstruktionen von vier der fünf Tagebaugeräte – zwei Bagger und zwei Absetzter - konservieren.

Ferropolis - Die Stadt aus Eisen
Die Stadt aus Eisen

Das Freilichtmuseum bietet für rund 25.000 Personen Platz und ist somit eine der größten Veranstaltungsstätten in Deutschland. Im kommenden Jahr stehen wieder zahlreiche Showgrößen inmitten der Stadt aus Eisen, darunter auch PUR, eine der erfolgreisten deutschen Popgruppen. Ferropolis, der ehemalige Tagebau Golpa-Nord in Sachsen-Anhalt, wurde 1991 geschlossen. Der 1989 begonnene Diskurs zum Umgang mit dieser Industriefolgelandschaft führte zur Projektidee "Industrielles Gartenreich". Daraus entwickelte sich die Vision von einer "Stadt aus Eisen". Die Idee bestand darin, 5 große Bagger und Absetzer aus Golpa-Nord nicht zu verschrotten, sondern sie auf einer Halbinsel im Tagebau zu versammeln. Tausende Tonnen von Eisen beleben eine verbliebene Halbinsel im stillgelegten Tagebau Golpa-Nord. Gleichzeitig ist Ferropolis ein begehbares Museum für die Entwicklung der Technologie des Braunkohleabbaus. Künstlerisch gestaltete Skulpturen und Landmarke bieten eine eindrucksvolle Kulisse für Veranstaltungen und Ereignisse.

Korrosionsschutz als Herausforderung

Korrosionsschutz ist ein wichtiger Bereich der industriellen Schadensverhütung. Für die Spezialisten der ilako GmbH stellt Ferropolis jedoch eine ganz besondere Herausforderung dar. So ist die Beschichtung der einzelnen Baugruppen, wie beispielsweise der Trag- und Zugseile, sehr kompliziert. Sehr ungewöhnlich ist außerdem, dass ein Projekt in diesem Umfang während der Winterzeit in Auftrag gegeben wird. Auf Personal und Material werden sehr große Belastungen zukommen, nicht zuletzt aufgrund der Witterungsverhältnisse und dem damit verzögerten Trocknungsverhalten. Ein wesentlicher Punkt ist der künstlerische Aspekt: ilako wird nur die statisch tragende Konstruktion konservieren, die frische Beschichtung wird dadurch in kurzer Zeit von Rostwasser verunreinigt sein - Ein durchaus gewollter Effekt.

Nach erfolgreichem Abschluss aller Arbeiten, soll die Standsicherheit der Bagger und Absetzer für die kommenden Jahre gewährleistet sein. Ferropolis wird somit im kommenden Jahr als Freilichtmuseum und als imposante Kulisse für Großveranstaltungen wieder die Sicherheit seiner Besucher garantieren können.

Dessau, den 15.01.2004


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